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IT/Quality

Was gibt es bei der Auswahl und Einführung einer ERP-Software zu vermeiden und zu beachten?

1. Verfügbarkeit von Ressourcen

- Vermeiden: Erwarten Sie von den künftigen Systemanwendern, dass Sie eine Software-Einführung nach 8h täglicher Arbeit noch zusätzlich umsetzen und Mehrwert am neuen System spüren werden.

+ Stärken: Stellen Sie genügend personelle Ressourcen während der Systemeinführung bereit, um Motivation, Effizienz und Projekterfolg zu sichern.

2. Einbeziehung von Beteiligten

- Vermeiden: Entscheiden Sie alleine, welches System Sie wählen.

+ Stärken: Beteiligen Sie die künftigen Systemanwender an der Entscheidung und lassen Sie sich gemeinsam die Systeme vorstellen. So gelingt das spätere Change-Management leichter.

3. Anforderungen

- Vermeiden: Sie haben keinen Überblick über Ihre Prozesse und lassen das IT-Projekt einfach auf sich zukommen.

+ Stärken: Erklären Sie Ihrem IT-Dienstleister, was Sie im Alltag tun und welche bestehenden Systeme es bereits gibt. Ihr Dienstleister wird Ihnen dann besser ein geeignetes Lösungskonzept entwickeln können. Versuchen Sie allgemeine Anforderungen aus der Business-Perspektive zu definieren (Was?) und überlassen Sie dem IT-Dienstleister die technische Feinplanung (Wie?).

4. Planung von Budget und Zeit

- Vermeiden: Legen Sie direkt von Beginn an ein enges Budget und einen knappen Zeitrahmen fest.

+ Stärken: Verstehen Sie zunächst die Möglichkeiten des Systems und planen Sie dann einen Release 1.0 mit den wirklich relevanten Features, die Ihr Unternehmen tatsächlich zur Wertschöpfung benötigt. Erst, wenn Sie alle Funktionen des Systems verstanden haben und sich über die Chancen für Ihr Business bewusst sind, sollten Sie ein realistisches Budget, ROI- und Zeitplan in Abstimmung mit dem IT-Dienstleister definieren.

5. Verkaufspersonal

- Vermeiden: Hören Sie nur auf Verkaufspersonal des jeweiligen Software-Herstellers.

+ Stärken: Sprechen Sie zusätzlich mit Systemanwendern und technischem Experten (Entwickler, Projektmanager, funktionale Consultants).

6. Datenstruktur

- Vermeiden: Sie schenken der Oberfläche der Anwendung mehr Aufmerksamkeit als den relevanten Datenstrukturen.

+ Stärken: Schauen Sie sich die Struktur z.B. der Produktdaten, Auftragsdaten und Kundendaten an und überlegen, ob diese für Ihr Volumen an Daten stimmig aussieht.

7. Designanforderungen

- Vermeiden: Legen Sie direkt von Beginn an limitierende Designanforderungen fest bevor Sie das System das erste Mal gesehen haben.

+ Stärken: Lernen Sie das System vollständig kennen und stimmen dann Ihre Designanforderungen ab.

8. MVP (Minimum Viable Product)

- Vermeiden: Planen Sie direkt alle Details in Ihrem ersten Go Live umzusetzen, wenn Budget und Zeitrahmen begrenzt sind.

+ Stärken: Erstellen Sie mit Ihrem IT-Dienstleister einen Prototypen, der alle relevanten Features abdecken. Priorisieren Sie die erforderlichen Features nach A, B, C. A-Features setzen Sie im Release 1.0 um, B und C in Folge-Releases. Bevor Sie mit dem Prototypen beginnen klären Sie vorab, ob die B- und C-Features im Zielsystem technisch ergänzend umsetzbar sind (Software-Architekturplanung)

Wir beraten Sie gern!

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